Kirchenvorstandswahl 2012 im Kirchenkreis Celle: Respektables ErgebnisAm Sonntag, dem 18. März haben die Kirchengemeinden in der Ev.-luth. Landesskirche Hannovers neue Kirchenvorstände gewählt. Im Celler Kirchenkreis standen in den 30 Kirchengemeinde 264 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Die Wahlbeteiligung betrug 16, 87 % und lag damit mit leicht über der Wahlbeteiligung im Jahr 2006. Superintendent Dr. Hans-Georg Sundermann spricht von einem respektablen Ergebnis und bedankt sich bei allen, die zum Gelingen der Wahl beigetragen haben, nicht zuletzt bei den Frauen und Männern, die zur sich zur verantwortlichen Mitarbeit in den Kirchengemeinde bereit erklärt haben.
Wie unterschiedlich die Wahlbeteiligung im Celler Kirchenkreis ausgefallen ist, zeigt der Vergleich zwischen der Kirchengemeinde Hohnhorst und der Stadtkirchengemeinde Celle. In Hohnhorst betrug die Wahlbeteiligung 51%, in der Stadtkirche hingegen nur 12 %. Überraschend ist diese unterschiedlich hohe Wahlbeteiligung für Pressesprecher Uwe Schmidt-Seffers nicht: „Hohnhorst führt mit seinen 126 wahlberechtigten Wählern traditionell unsere Top 10 Liste in Sachen Wahlbeteiligung an. Auch die Kirchengemeinde Eldingen, die wie Hohnhorst pfarramtlich von Pastor Karsten Kümmel betreut wird, hat mit über 38% ein besonders gutes Ergebnis „eingefahren“. Dann folgen die Landgemeinden Bröckel, Hohne, Langlingen und Wienhausen.“
Man müsse sehen, so Schmidt-Seffers, dass es den Landgemeinden schon strukturell leichter fiele, mehr Wählerinnen und Wähler als in städtisch geprägten Gemeinden zur Wahl zu motivieren. Wenn man aber die absoluten Zahlen anschaut, wird deutlich, dass auch die Stadtgemeinden Außerordentliches leisten: So mussten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Stadtkirche den Ansturm von 612 Wählern bewältigen, während in Hohnhorst nur 64 Wähler das Wahllokal aufsuchten.
Dass die Wahlbeteiligung mit durchschnittlich 17% so vergleichsweise niedrig ausfällt, liegt dem Celler Pressesprecher zufolge auch an dem Charakter der Kirchenvorstandswahl: „Die Kandidaten der Kirchengemeinden führen anders als bei der politischen Kommunalwahl keinen kontroversen Wahlkampf. Dadurch erreichen wir in den Wochen vor dem Wahltag auch nicht die emotionale Betriebstemperatur, die offenbar nötig ist, um Menschen zur Stimmabgabe zu motivieren.“ Außerdem seien die Kandidatinnen und Kandidaten oftmals nur denen bekannt, die zu den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern gehören oder die sich an den Gruppenangebote in den Gemeinden beteiligten – trotz der Publikation in den Gemeindebriefen.
Der Wahlsonntag wurde in vielen Gemeinden mit besonders gestalteten Gottesdiensten, bevorzugt Familiengottesdiensten, und besonderen musikalischen Beiträgen begonnen. Bis Ende Juni müssen die neuen Kirchenvorstände in ihr Amt eingeführt werden. Zuvor müssen die „alten“ Kirchenvorstände aber noch die Berufungen von Gemeindegliedern durchführen, die aufgrund ihrer speziellen Kompetenzen die Gemeindeleitung bereichern sollen. Dann wird auch der Kirchenkreistag neu zusammengesetzt, der in den kommenden sechs Jahren wichtige Entscheidungen im Bereich Finanzen und Personalversorgung der Kirchengemeinden treffen muss.
Das Wahlergebnis in Nienhagen: Gewählt sind acht Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher.
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